Wir betreiben Hosting. Ein eigener Shop auf unseren Servern wäre für uns das Geschäft, Shopify bringt uns nichts — und genau deshalb steht in diesem Text auch, wann Shopify die bessere Wahl ist. Denn das ist sie für einen Teil der Betriebe, und wer etwas anderes behauptet, verkauft statt zu beraten.
Die Rechnung, die den Unterschied macht
Der Vergleich scheitert meist daran, dass zwei verschiedene Kostenarten gegeneinandergestellt werden. Ein gehosteter Shop kostet monatlich plus einen Anteil an jedem Verkauf. Ein eigener Shop kostet einmalig beim Aufbau plus laufend für Betrieb und Pflege.
Der erste ist billig, solange wenig verkauft wird. Der zweite ist teuer im ersten Jahr und danach günstiger. Wo die beiden sich kreuzen, hängt am Umsatz — und diesen Punkt sollte man ausrechnen, bevor man sich entscheidet.
Ein Beispiel mit Zahlen
Shopify Basic kostet in der Schweiz CHF 29 im Monat, bei Jahreszahlung CHF 21. Dazu kommt bei jeder Kartenzahlung über Shopify Payments eine Gebühr von 2,95 Prozent plus 30 Rappen.
Bei einem Monatsumsatz von CHF 5000 sind das rund CHF 147 an Gebühren, macht mit dem Abonnement etwa CHF 176 im Monat oder gut 2100 im Jahr. Bei CHF 15 000 Umsatz sind es rund CHF 470 monatlich.
Und hier der Posten, den fast keine Übersicht nennt: Wer nicht Shopify Payments verwendet, sondern einen anderen Zahlungsanbieter, zahlt zusätzlich 2 Prozent an Shopify — zusätzlich zu den Gebühren des eigenen Anbieters. Wer also eine bestehende Anbindung an seine Bank behalten will, zahlt doppelt.
Wann Shopify die richtige Wahl ist
Wir sagen das ungern, weil es unser Geschäft nicht ist — aber es stimmt für einen Teil der Betriebe.
Wenn niemand im Haus ist, der sich kümmert. Ein eigener Shop braucht Updates, Sicherheitspflege, eine Zahlungsanbindung, die funktioniert. Wenn das niemand übernimmt, steht nach einem Jahr ein ungepflegter Shop da — und der ist teurer als jede Abonnementsgebühr, sobald etwas passiert.
Wenn es schnell gehen muss. Ein Shopify-Shop steht an einem Nachmittag. Ein eigener Shop braucht Wochen.
Wenn Sie ausprobieren, ob es überhaupt läuft. Für einen Versuch ist ein Abonnement, das man kündigen kann, ehrlicher als eine Investition, die man abschreiben muss.
Wann sich ein eigener Shop rechnet
Wenn der Umsatz steigt. Die Prozentsätze wachsen mit, die Kosten eines eigenen Shops nicht. Ab einer gewissen Grösse zahlen Sie für dieselbe Leistung ein Vielfaches.
Wenn Sie Anforderungen haben, die nicht ins Raster passen. Besondere Preisregeln für Stammkunden, eine Anbindung an die Warenwirtschaft, Versandlogik mit Eigenheiten. Vieles davon lässt sich bei Shopify über Apps lösen — jede davon kostet monatlich, und die Summe wird selten vorher gerechnet.
Wenn die Daten im Rechtsraum bleiben sollen. Shopify ist ein kanadisches Unternehmen mit Infrastruktur überwiegend in den USA. Kundendaten verlassen damit die Schweiz und die EU. Das ist zulässig, wenn es dokumentiert ist und in der Datenschutzerklärung steht — aber es sollte eine bewusste Entscheidung sein. Was dabei zu beachten ist, steht in unserem Beitrag zu DSGVO und nDSG.
Der Punkt, den man am Anfang entscheidet
Unabhängig davon, wofür Sie sich entscheiden, gibt es zwei Dinge, die Sie von Anfang an in der eigenen Hand behalten sollten:
Die Domain. Registrieren Sie sie auf Ihren Namen, nicht über den Shop-Anbieter. Das kostet fast nichts und erspart im Wechselfall eine unangenehme Verhandlung. Wie ein Wechsel abläuft, steht in unserer Anleitung zum Domain-Transfer.
Die E-Mail-Adressen. Shopify liefert keine Postfächer. Wer seine Geschäftsadresse beim Shop-Anbieter oder gar bei einem Gratisdienst führt, hängt doppelt fest. E-Mail unter eigener Domain ist der günstigste Teil der ganzen Rechnung — und der, der einen Wechsel später überhaupt erst möglich macht. Bei uns beginnt das bei CHF 3.90 im Monat, ohne dass Sie Hosting dazunehmen müssen.
Wie wir dazu stehen
Shopify braucht keinen Hoster, wir bieten dazu also nichts an und wollen das auch nicht. Wenn Sie sich für einen eigenen Shop entscheiden, betreiben wir ihn gern — und wenn Sie bei Shopify bleiben, betreiben wir Ihre E-Mail unter eigener Domain, die Shopify nicht abdeckt.
Wobei wir Ihnen nicht helfen können: bei der Entscheidung selbst, ohne Ihre Zahlen zu kennen. Rechnen Sie den Kreuzungspunkt aus. Wenn Sie dabei jemanden zum Gegenrechnen brauchen, melden Sie sich — auch wenn am Ende Shopify herauskommt.
Häufige Fragen
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Was kostet Shopify in der Schweiz wirklich?
Der Basic-Tarif kostet CHF 29 im Monat, bei Jahreszahlung CHF 21. Dazu kommt bei jedem Verkauf eine Kartengebühr von 2,95 Prozent plus 30 Rappen. Der Posten, der in kaum einer Übersicht steht: Wer nicht Shopify Payments verwendet, sondern einen anderen Zahlungsanbieter, zahlt zusätzlich 2 Prozent an Shopify — obendrauf auf die Gebühren des eigenen Anbieters. Bei CHF 5000 Monatsumsatz sind Sie im Basic-Tarif mit Shopify Payments bei rund CHF 176 pro Monat.
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Für wen lohnt sich Shopify?
Für Betriebe, die verkaufen wollen statt Technik zu betreiben. Wenn niemand im Haus ist, der sich um Updates, Sicherheit und Zahlungsanbindung kümmert, ist ein gehosteter Shop die ehrlichere Lösung als ein eigener, der nach einem Jahr ungepflegt dasteht. Auch wenn Sie schnell starten wollen oder das Sortiment stark schwankt, spricht viel dafür.
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Wann ist ein eigener Shop die bessere Wahl?
Wenn der Umsatz steigt, kippt die Rechnung: Die Prozentsätze wachsen mit, die Kosten eines eigenen Shops nicht. Ausserdem, wenn Sie Anforderungen haben, die Shopify nicht abbildet — besondere Preisregeln, eine Anbindung an Ihre Warenwirtschaft, ungewöhnliche Versandlogik. Und wenn Sie wollen, dass die Kundendaten in der Schweiz oder der EU bleiben.
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Wo liegen die Daten bei Shopify?
Shopify ist ein kanadisches Unternehmen mit Infrastruktur überwiegend in den USA. Für Schweizer Betriebe heisst das: Kundendaten verlassen den Rechtsraum. Das ist zulässig, wenn es sauber dokumentiert ist und die Datenschutzerklärung es abbildet — aber es ist eine Entscheidung, die man bewusst treffen sollte, nicht eine, die nebenbei passiert.
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Kann ich später von Shopify weg?
Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich exportieren. Was nicht mitgeht, sind das Aussehen, die installierten Apps und alle Abläufe, die auf Shopify-Funktionen beruhen — die müssen neu gebaut werden. Ein Wechsel ist also möglich, aber kein Datenumzug, sondern ein Neuaufbau. Wer die Möglichkeit offenhalten will, sollte von Anfang an eigene Domain und eigene E-Mail-Adressen verwenden.
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Bietet Cyberdine Shopify an?
Nein. Shopify bringt seine eigene Infrastruktur mit und braucht keinen Hoster. Was Shopify allerdings nicht liefert, sind E-Mail-Postfächer unter Ihrer Domain — die betreiben wir gerne, auch wenn der Shop selbst bei Shopify läuft. Die Pakete dafür stehen unter [E-Mail-Hosting](/email-hosting) und beginnen bei CHF 3.90 im Monat.