HTTP/3 ist seit Mitte 2022 als RFC 9114 standardisiert, hat aber auf produktiven Schweizer Hosts lange gedauert. Seit Dezember 2025 ist es auf allen Cyberdine-Webserver-Knoten aktiviert – ohne dass Kunden etwas konfigurieren müssen.
Der Hauptunterschied zu HTTP/2: HTTP/3 läuft über QUIC statt TCP. QUIC ist UDP-basiert, baut die Verbindung in einer einzigen Round-Trip-Time auf (statt drei wie bei TCP + TLS 1.3) und ist unempfindlich gegen Paketverlust. Für mobile Nutzer mit wechselnden Netzen ein spürbarer Gewinn.
In unseren Messungen auf einer typischen Schweizer KMU-Site:
Time to First Byte sinkt im 4G-Test um 18 %.
Largest Contentful Paint verbessert sich um 11 % auf mobilen Verbindungen.
Bei stabilem Glasfaser-Backbone (Festnetz) ist der Unterschied gering – HTTP/3 spielt seine Stärken bei Latenz und Paketverlust aus.
Wichtig: HTTP/3 wird nur über HTTPS unterstützt. Eine Site ohne SSL-Zertifikat fällt automatisch auf HTTP/2 oder 1.1 zurück. Dank Let's Encrypt ist HTTPS bei uns ohnehin der Standard.
Die Aktivierung erfolgt transparent über einen ALT-SVC-Header. Browser, die HTTP/3 unterstützen (Chrome, Firefox, Safari ab den 2022er-Versionen), wechseln automatisch.